Den Haag (AFP) Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) verzichtet auf eine Anklage gegen Israel wegen des tödlichen Angriffs israelischer Einsatzkräfte auf eine internationale Hilfsflotte für den Gazastreifen im Mai 2010. Zwar sei gebe es für die Annahme, dass bei dem israelischen Vorgehen gegen die Schiffe Kriegsverbrechen begangen wurden, durchaus "vernünftige" Gründe, erklärte die Chefanklägerin Fatou Bensouda am Donnerstag in Den Haag. Allerdings sei sie nach eingehender Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass weitergehende Ermittlungen keine "ausreichend schweren" Straftaten offenbaren würden, um ein Verfahren zu rechtfertigen.