Berlin (SID) - Selbst die drastische Verkürzung ihrer Dopingsperre bewegte Evi Sachenbacher-Stehle am Ende nicht mehr zur Fortsetzung ihrer Karriere. Zunächst war die Biathletin nach einer positiven Dopingprobe bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi vom Weltverband IBU für zwei Jahre aus dem Verkehr gezogen worden, dann kämpfte sie vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS um ihr Recht.

Auch wenn die Sperre auf sechs Monate verringert wurde und die 34-Jährige eigentlich sofort wieder im Weltcup startberechtigt gewesen wäre, verzichtete die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin auf ein Comeback. Der CAS sprach nach seinem Urteil von einem "minimalen Fehlverhalten der Athletin" und folgte damit Sachenbacher-Stehles Darstellung, wonach der positive Test vom 17. Februar dieses Jahres auf der Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels basierte.

Sachenbacher-Stehle hatte das immer wieder betont, wurde aber von der IBU genauso hart behandelt wie russische EPO-Doper. Das CAS-Urteil kam für Sachenbacher-Stehle dann schlicht viel zu spät. Ihr fehlten mehrere Monate Training, die sie nicht mehr aufholen konnte. Nach einem Studium will sie künftig als Ernährungsberaterin arbeiten - ausgerechnet.