Köln (SID) - Wenn der Dopingkontrolleur zweimal klingelt.... Dann muss Michael Kraus das nicht unbedingt gehört haben. Mit dieser Begründung entkam der ehemalige Handball-Weltmeister jedenfalls einer Dopingsperre.

Weil Kraus innerhalb eines Zeitraums von 18 Monaten dreimal nicht an dem im Adams-System angegebenen Aufenthaltsort angetroffen worden war, drohte ihm im August eine Sperre von bis zu zwei Jahren. In der Verhandlung vor der Anti-Doping-Kommission des Deutschen Handballbundes (DHB) am 28. August in Hamburg wurde der 31-Jährige aber freigesprochen, nachdem er angegeben hatte, bei einem Termin kein Klingeln an der Haustür vernommen zu haben. Der betreffende Kontrolleur räumte ein, er könne nicht ausschließen, dass die Klingel defekt gewesen sei.