Peking/München (dpa) - Bayern übernimmt den bundesweiten Tarifabschluss für die Angestellten der Länder auch für seine Landes-Beamten.

Finanzminister Markus Söder (CSU) kündigte unmittelbar nach seiner Ankunft in Peking an, die Vereinbarung eins zu eins auf die Beamten zu übertragen. "Wir wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft im öffentlichen Dienst", sagte Söder.

Die Kosten für die Übernahme bezifferte er auf knapp 1,25 Milliarden Euro. Laut Söder ist das Geld bereits im Doppelhaushalt eingeplant. In mehreren anderen Bundesländern wird dagegen nicht damit gerechnet, dass der Tarifabschluss der Angestellten auch auf die Beamten übertragen wird.

Gewerkschaften und Vertreter der Länder hatten sich am Samstagabend geeinigt. Rückwirkend zum 1. März steigen die Gehälter für die Angestellten des öffentlichen Diensts um 2,1 Prozent. Am 1. März 2016 folgt die zweite Stufe mit einer Erhöhung um weitere 2,3 Prozent mit einem Mindestbetrag von 75 Euro.