Kairo (SID) - FIFA-Boss Joseph S. Blatter hat seine Bedenken gegenüber Palästinas beabsichtigtem Ausschluss-Antrag gegen Israel geäußert. Ein solcher Schritt würde dem gesamten Fußball-Weltverband Schaden zufügen, sagte Blatter am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kairo.

"Eine solche Situation sollte es beim FIFA-Kongress nicht geben, denn ein Ausschluss eines Verbandes, aus welchem Grund auch immer, schadet der gesamten Organisation", erklärte der 79-Jährige. 

Wie die FIFA am Dienstagabend mitteilte kam es in Ägypten am Sitz des Afrika-Verbandes CAF zum angekündigten Treffen zwischen Blatter und Jibril Rajoub, dem Präsidenten des palästinensischen Verbandes PFA. Details zum Gesprächsinhalt gab der Weltverband nicht bekannt.  

Die PFA hat für den Kongress des Fußball-Weltverbandes (29. Mai in Zürich) einen entsprechenden Antrag gegen Israel angekündigt. Bereits seit längerer Zeit bemüht sich die FIFA um Vermittlung in den politisch schwer belasteten Beziehungen zwischen den Nachbarverbänden im Nahen Osten.

Palästina, das trotz fehlender kompletter Anerkennung durch die Vereinten Nationen (UNO) seit 1998 FIFA-Mitglied ist, würde für den Fall einer Abstimmung über seinen Antrag auf dem Kongress eine Zweidrittel-Mehrheit benötigen.