Leverkusen (SID) - Die Reaktion eines Großteils der Fans in der Leverkusener BayArena ließ nicht lange auf sich warten. Als Anhänger auf der Nordtribüne weiße T-Shirts mit der Rückennummer 5 hochhielten und "Emir Spahic" skandierten, stimmten die anderen Besucher des Heimspiels gegen Hannover 96 (4:0) ein gellendes Pfeifkonzert an.

Die falsch verstandene Solidarität mit dem ehemaligen bosnischen Nationalmannschaftskapitän, der nach seiner Prügelattacke gegen einen Leverkusener Ordner vor Wochenfrist vorzeitig gehen musste, wurde eindeutig beantwortet. Die unvermeidbare Trennung vom streitbaren Abwehrspieler, der immer wieder für einen Ausraster auf und außerhalb des Platzes gut war, scheint inzwischen bei einem Großteil der Anhängerschaft des Champions-League-Aspiranten akzeptiert worden zu sein. Nur  wenige Unverbesserliche machen eine Ausnahme.

"Die Trennung war unvermeidlich, weil es eine Störung des Betriebsfriedens war. Er hat einen Mitarbeiter tätlich angegriffen ? und es gab weitere Bilder, auf denen noch mehr zu sehen war", sagte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade bei Sky. Die Rheinländer gehen längst zur Tagesordnung über. Bayers vordringlichste Aufgabe ist es nun, einen adäquaten Ersatz für Spahic zu finden.