Berlin (AFP) Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat zum Auftakt der Bundestagsdebatte über das Schicksal der Armenier im Osmanischen Reich deren Vertreibung und Vernichtung klar als "Völkermord" benannt. "Das, was mitten im Ersten Weltkrieg im Osmanischen Reich stattgefunden hat, war ein Völkermord", sagte Lammert am Freitag vor dem Parlament. Er bezog sich dabei ausdrücklich auf die völkerrechtliche Definition von Völkermord als Taten mit der Absicht, eine Volksgruppe ganz oder teilweise zu zerstören.