Zürich (SID) - Joseph S. Blatter wird trotz der erneuten Aufforderung aus Europa nicht als Präsident des Fußball-Weltverbands FIFA zurücktreten. "Ich sage das mit Tränen in den Augen", berichtete Michel Platini, Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), der Blatter in einem persönlichen Treffen zum Abgang bewegen wollte: "Ich habe ihm gesagt: Genug ist genug, Sepp", sagte Platini: "Er hat zugehört, aber gesagt, es wäre zu spät."

Am Freitag will Blatter (79) trotz der tiefen FIFA-Krise in seine fünfte Amtszeit gewählt werden. Einziger Herausforderer ist der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein (39). Auch Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), berichtet von der Platini-Aktion. "Er hat ihm heute morgen empfohlen, zurückzutreten", sagte Niersbach: "Das hat aber Sepp Blatter abgelehnt."