Zürich (SID) - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verzichtet auf einen Boykott des Kongresses des Weltverbandes FIFA am Freitag in Zürich. "Wir sind mehrheitlich und eindeutig für den Wechsel an der FIFA-Spitze und werden dafür am Freitag beim Kongress auch ein Stück weit kämpfen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in seiner Funktion als Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees: "Die UEFA nimmt teil und wird auch wählen. Es ist eine geheime Wahl."

Die UEFA lehnt jedoch angesichts des neuerlichen Skandals jegliche Unterstützung für Amtsinhaber Joseph S. Blatter ab, der in seine fünfte Amtszeit gewählt werden will. Gegenkandidat von Blatter ist der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein. Dieser kann sich der Unterstützung der Delegierten der UEFA-Mitgliedsverbände weitgehend sicher sein.

Insgesamt stimmen am Freitag 209 FIFA-Mitglieder ab, der Sieger braucht ab dem zweiten Wahlgang die einfache Mehrheit.