Luhmühlen (SID) - Ein Jahr nach dem Todessturz von Nachwuchsreiter Benjamin Winter hat die Vielseitigkeitsreiterei bei der Vier-Sterne-Prüfung in Luhmühlen ihr angekratztes Image wieder aufpoliert.

Gekrönt wurden die vier Wettkampftage in der Lüneburger Heide vom ersten Erfolg von Ingrid Klimke aus Münster in der Vier-Sterne-Prüfung. Die Mannschafts-Olympiasiegerin behauptete mit Escada bei der abschließenden Springprüfung mit einer fehlerfreien Runde ihren hauchdünnen Vorsprung vor der Neuseeländerin Jonelle Price mit Faerie Dianimo erfolgreich.

Die 45-Jährige baute damit in der Weltrangliste ihre Führung aus. Doppel-Olympiasieger Michael Jung aus Horb lieferte mit seinem Londoner Goldpferd Sam ebenfalls eine Nuller-Runde ab und behauptete damit Rang drei.

"Ich danke meinem ganzen Team und vor allem auch den Zuschauern. Nur mit Escada allein hätte ich nie gewinnen können", sagte Klimke, die mit ihrem Triumph in den Fußstapfen ihres Vaters Reiner Klimke ritt, der vor 56 Jahren an gleicher Stelle den Sieg davongetragen hatte. Insgesamt 27.000 Zuschauer verfolgten an vier Tagen den Wettbewerb.

Auch Parcours-Chef Mark Phillips gehörte nach einem Geländeritt ohne nennenswerte Zwischenfälle zu den Siegern des Wochenendes. Der Engländer hatte unter anderem die Linienführung geändert und eine der Schlüsselstellen der Prüfung, das Wasserhindernis, pferdefreundlicher in der Mitte des Umlaufs platziert. "So ähnlich hatte ich es mir gewünscht. Einige sind gestolpert, aber niemand ist schwer gestürzt. Und trotzdem war es nicht zu leicht gebaut", sagte der Mannschafts-Olympiasieger von München 1972.