Hamburg (SID) - Fußball-Bundesligist Hamburger SV kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem blamablen Erstrunden-Aus im DFB-Pokal beim Viertligisten Carl Zeiss Jena (2:3 n.V.) wurde bekannt, dass vertrauliche Papiere, unter anderem Listen mit den Gehältern der Spieler, Betreuer sowie von Trainer Bruno Labbadia auf einer Wiese in einem Hamburger Park gefunden wurden.

Nach Informationen der Bild-Zeitung sei Sportdirektor Peter Knäbel ein Rucksack, in dem sich auch persönliche Dokumente befanden, gestohlen worden. "Ich habe den Diebstahl zur Anzeige gebracht", wurde er zitiert. Ein 38-Jahre alte Frau fand die Dokumente im Jenischpark nahe der Elbe und informierte den HSV.

"Peter Knäbel hat bekanntermaßen Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Zum laufenden Verfahren werden wir keine weiteren Auskünfte erteilen", teilten die Hamburger in einer offiziellen Stellungnahme am Montagabend mit: "Der Vorstand wird eine unabhängige Aufklärung der Vorgänge beauftragen. Peter Knäbel genießt das Vertrauen des HSV und wird seine Funktion als Direktor Profifußball weiter ausüben."   

Am Montagmorgen hatten die Hanseaten (im Wortlaut) getwittert: "Faktenorientierte Geschichte: Rucksack gestohlen, Strafanzeige gestellt, Dokumente zurück, Dank an Finderin, besser Fußball spielen."