Aachen (SID) - Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) hat die deutsche Dressur-Equipe bei der EM in Aachen im Kampf um Gold in Führung gebracht. Die Debütantin erzielte mit Unee in der Teamwertung (Grand Prix) 75,200 Prozentpunkte und setzte sich nach den ersten Startern vor Patrick van der Meer (Niederlande/72,400) mit Uzzo und der Schwedin Emilie Nyreröd mit Miata (71,829) an die Spitze.

"Das war ordentlich. Wir sind mit Blick auf die Mannschaftswertung kontrolliertes Risiko gegangen", sagte von Bredow-Werndl. Der Ritt verlief nicht ganz optimal, "einige kleine Fehler waren drin", bemerkte die EM-Debütantin, deren Bestwert im Grand Prix bei 77 Prozent liegt.

"Unser Küken hat das sehr gut gemacht. Der Druck war enorm", sagte der deutsche Equipechef Klaus Roeser. "Wir haben den gewünschten Abstand zu den Konkurrenten. Das war unser Ziel", meinte Roeser, der mit Bundestrainerin Monica Theodoresco ein klares Ziel ausgegeben hatte: Gold.

Von Bredow-Werndl ritt zum ersten Mal in ihrer Karriere in einem so großen Stadion vor mehreren tausend Zuschauern. "Ich war nicht besonders nervös", berichtete die 29-Jährige, "aber mein Pferd Unee war doch ziemlich irritiert. Das ist ja hier auch eine ganz andere Liga."

Am späten Nachmittag folgte die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) mit Don Johnson. Am Donnerstag gehen noch Matthias Rath (Kronberg) mit Totilas und Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage) mit Desperados für Deutschland bei der Heim-EM ins Viereck.