Frankfurt/Main (SID) - DOSB-Präsident Alfons Hörmann (55) rechnet bei der Aufklärung des FIFA-Skandals mit einem starken Deutschen Fußball-Bund (DFB). "Der DFB ist der weltgrößte und zugleich ein sehr leistungsstarker Verband", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dem SID: "Da ist es logisch, dass er in dieser Krisensituation eine starke und führende Rolle übernehmen wird." 

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (64) sei "sehr erfahren und weltweit geschätzt, um moderierend, kritisierend und auch motivierend einzugreifen", sagte Hörmann: "Er ist Mitglied des Exekutivkomitees, und ich habe keine Zweifel, dass er sich des Themas professionell annimmt. Allerdings wurden zuletzt die Vorstandsmitglieder wohl nicht einmal offen und korrekt informiert, was diese Aufgabe für ihn und seine Kollegen nicht einfach macht."

Der Fußball-Weltverband war durch die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen FIFA-Boss Joseph S. Blatter (79) in der vergangenen Woche noch tiefer ins Chaos gestürzt. Auch Michel Platini (60), Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), scheint in den Skandal verstrickt.