Sölden (SID) - Das Siegertreppchen ist wohl zu weit weg, die deutschen Ski-Rennläufer haben beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Sölden dennoch beste Chancen auf einen bemerkenswerten Saisonstart. Felix Neureuther (Partenkirchen), Fritz Dopfer (Garmisch) und Stefan Luitz (Bolsterlang) liegen nach dem ersten Lauf auf den Rängen sechs, acht und neun, zum drittplatzierten Thomas Fanara (Frankreich) fehlen ihnen bereits eine Sekunde und mehr. In Führung liegt Ted Ligety (USA) knapp vor Marcel Hirscher (Österreich/0,17 Sekunden zurück).

Neureuther zeigte angesichts seines großen Trainingsrückstands eine starke Leistung, war aber dennoch nicht ganz zufrieden: "Für die Vorbereitung ist das echt okay, aber im Nachhinein hätte ich viel aktiver, mit mehr Risiko fahren müssen." Ähnlich äußerte sich Dopfer, der kritisierte, er sei "zu verhalten gefahren" und habe "zu viel Respekt" vor dem Kurs auf dem Rettenbachgletscher gehabt. Luitz dagegen profitierte von den Tipps seiner Kollegen und schob sich mit Startnummer 19 trotz eines Fehlers noch in die Top 10 im Zwischenklassement.

Nicht ins Ziel kam dagegen der vierte Deutsche: Der hoch veranlagte Alexander Schmid (Fischen) schied im ersten Lauf im Steilhang aus. Der zweite Durchgang beginnt um 12.45 Uhr (ARD).