München (AFP) Vor der Abstimmung des Bundestags über eine Neuregelung der Sterbehilfe hat die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Christiane Woopen, die Abgeordneten aufgefordert, keinen der vorliegenden Gesetzesentwürfe zu beschließen. Es existierten "in unserer Gesellschaft keine gravierenden Missstände, dass ein Gesetz notwendig wäre", sagte Woopen dem "Focus" vom Samstag. Es gebe hierzu "keinen dringenden Gesetzesbedarf". Die Vorsitzende des Ethikrates regte stattdessen an, zu einem späteren Zeitpunkt ein Gesetz zur Vorbeugung von Suiziden zu beschließen.