Brüssel (dpa) - Zwei der getöteten Attentäter von Paris lebten zuletzt im Großraum Brüssel. Es handele sich um Personen mit französischem Pass, wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga mitteilte.

Weitere Details zu ihrer Identität gab es zunächst nicht. Bei der Anti-Terror-Razzia am Samstagabend im Brüsseler Stadtteil Molenbeek wurden nach jüngsten Angaben insgesamt sieben Personen festgenommen. Ob sie in die Anschläge verwickelt sind, wird zurzeit untersucht. Fahnder aus Frankreich unterstützten die Arbeit der belgischen Ermittler, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am Samstagabend nach der Polizeiaktion in Molenbeek bestätigt, dass eine Spur der Attentäter von Paris nach Belgien führt, und von mehreren Festnahmen gesprochen. Den Ermittlern zufolge hatten die Pariser Behörden in vier konkreten Fällen in Brüssel um Amtshilfe gebeten.

Unter anderem ging es dabei um Informationen zu einem in Belgien angemeldeten Mietwagen, der in der Nähe der Pariser Konzerthalle "Bataclan" gefunden worden war. Nach jüngsten Angaben spielt mittlerweile ein weiterer Mietwagen mit belgischem Kennzeichen bei den Ermittlungen eine Rolle. Er wurde nach den Anschlägen in der Nähe des Pariser Friedhofes Père Lachaise entdeckt.

Der Mieter eines der Mietwagen soll am Samstagvormittag bei Cambrai in eine Routinekontrolle der Polizei geraten, zunächst aber nicht festgenommen worden sein. Ob er zu den am Abend in Molenbeek gefassten Personen zählt, blieb zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft bestätigte nur, dass das Fahrzeug, mit dem er zuletzt unterwegs war, in Molenbeek sichergestellt wurde.

Mitteilung Staatsanwaltschaft vom Samstag