Berlin (dpa) - Vor der Entscheidung über die Visafreiheit für Türken wächst die Kritik an dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten EU-Türkei-Abkommen. "Merkel braucht den halb garen Flüchtlings-Deal mit Ankara", kritisiert Johannes Kahrs, Chef des einflussreichen Seeheimer Kreises in der SPD in der "Welt am Sonntag". Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, sagte: Das maßgeblich von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu gestaltete EU-Türkei-Abkommen könne ein Baustein für eine Lösung werden. Das funktioniere aber nur, wenn sich die Türkei auch nach Davutoglus Abgang an das Vereinbarte halte.