Hockenheim (SID) - Zur Popularitätssteigerung der etwas eingerosteten Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) hat sich BMW-Pilot Timo Glock erneut für umfassende Änderungen stark gemacht. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung forderte der ehemalige Formel-1-Fahrer insbesondere eine Anpassung des Rennkalenders und einen größeren Fokus auf die Fahrer - auch von den Medien inklusive des exklusiven TV-Rechtehalters ARD.

"Ein Hauptproblem ist, dass ein halbes Jahr lang einfach nichts stattfindet über die DTM", sagte Glock: "Da kann man nicht erwarten, dass das erste Rennen ausverkauft ist und die Einschaltquoten der ARD um 20 Prozent steigen." Der 34-Jährige spielte damit auf die lange Pause der DTM im Winter an. 2015 endete die Saison im Oktober, bevor nun am ersten vollständigen Mai-Wochenende die nächsten Rennen im Zuge des Saisonauftakts 2016 in Hockenheim stattfanden.

Glock forderte daher "mehr Rennen über das Jahr und das eine oder andere Event im Winter". Denn aus seiner Sicht hat die DTM großes, noch nicht ausgeschöpftes Potenzial: "Von den 24 Piloten in der DTM können 24 ein Rennen gewinnen und 15 die Meisterschaft", sagte Glock, diese Konstellation sei einzigartig.

Deshalb plädierte der BMW-Fahrer für eine umfassendere Berichterstattung seitens der Medien. "Es bringt nichts, wenn die ARD zehn Minuten vor Rennstart zuschaltet", sagte Glock: "Momentan sind die Fahrer unterbewertet. Da können wir noch besser werden. Die ARD macht ein sehr gutes Wintersportprogramm. Sie wissen, wie es funktioniert."