Berlin (SID) - Alexandra Wenk mit ihrem dritten deutschen Rekord in zwei Tagen und Youngster Damian Wierling haben am Schlusstag der Schwimm-DM in Berlin für die ersten Höhepunkte gesorgt. Die WM-Siebte Wenk verbesserte im Vorlauf über 100 m Schmetterling ihre eigene Bestzeit aus dem Vorjahr um eine Hundertstelsekunde auf 57,76 Sekunden und erfüllte damit mühelos die erste Norm (58,77) für die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

"Es war gestern schon so ein geiler Tag, jetzt noch mal deutscher Rekord, das macht Mut für Rio", sagte die Münchnerin. Bereits am Samstag hatte die 21-Jährige die nationale Bestmarke über 200 m Lagen gleich zweimal verbessert.

Der ein Jahr jüngere Wierling überraschte wenig später mit deutschem Rekord über 50 m Freistil. Der Essener schwamm in 21,81 Sekunden fünf Hundertstel schneller als Rafed El-Masri (Neukölln) vor knapp acht Jahren in Magdeburg.

"Ich habe absolut null damit gerechnet. Dass da so ein Sprung rauskommt, habe ich nicht gedacht", sagte Wierling, der seine Bestzeit um sechs Zehntelsekunden verbesserte: "Olympia war für mich ein Traum, aber ich habe da gar nicht richtig drüber nachgedacht."

Weltrekordler Paul Biedermann (Halle/Saale) blieb als Vorlaufzweiter auf seiner Paradestrecke über 200 m Freistil in 1:47,35 Minuten problemlos unter der geforderten Richtzeit. "Das war okay, ich konnte hintenraus noch was rausnehmen", sagte der WM-Dritte.

Weltmeister Marco Koch (Darmstadt) verpasste wegen Schulterproblemen als Zweiter über 200 m Brust in 2:12,51 Minuten hingegen die geforderte Zeit im Vorlauf. Der 26-Jährige, der in Brasilien über diese Distanz zu den großen Goldfavoriten zählt, schwamm lediglich 2:12:51 Minuten, ist allerdings genau wie Biedermann bereits für das Highlight in Brasilien vornominiert.

"Ich merke meine Schulter wieder ein bisschen", sagte Koch, "es nervt einfach. Ich habe Angst, dass ich zu viel mache und alles kaputt geht." Der Weltmeister stellte sogar einen Verzicht auf die EM in London in einer Woche in den Raum: "Im Notfall. Mal gucken, was die nächsten Tage bringen."

Die Chance auf ihre erste Olympia-Qualifikation im dritten Anlauf wahrte Dorothea Brandt (Essen). Die 32-Jährige blieb in 24,83 Sekunden über 50 m Freistil unter der Vorlaufnorm. "Die Anspannung und die Nervosität sind schon da", gab die WM-Dritte auf der Kurzbahn zu. 

Die deutschen Schwimmer müssen bei den nationalen Titelkämpfen in der Hauptstadt im Vor- und Endlauf vorgegebene Richtzeiten erreichen. Im Juni bei der Mare Nostrum Tour oder bei den German Open in Berlin (5. bis 8. Juli) sind noch einmal leicht entschärfte Normen zu knacken.