Sarasota (SID) - Patrick Dogue (Potsdam) hat beim Weltcup-Finale der Modernen Fünfkämpfer für eine große Überraschung gesorgt. Der zweimalige deutsche Meister belegte in Sarasota/Florida am Samstag den zweiten Platz und rundete das hervorragende Abschneiden der deutschen Pentathleten ab. Bereits am Freitag hatte Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn (Bonn) den Frauenwettkampf gewonnen und ihre Olympia-Form unter Beweis gestellt.

Dogue verdankte sein gutes Abschneiden starken Leistungen im Reiten sowie im abschließenden Combined aus Laufen und Schießen. Mit 1476 Punkten musste sich der 24-Jährige nur dem Briten James Cooke (1480) geschlagen geben. Der nach einem Fußbruch wiedergenesene Potsdamer Christian Zillekens (1435) musste sich nach der zweitbesten Fechtleistung zum Auftakt letztlich mit dem 17. Rang zufrieden geben, sein Klubkollege Stefan Köllner (1278) belegte den 31. Rang.

Schöneborn hatte ihre guten Leistungen aus dem Frühjahr bereits tags zuvor bestätigt. Die 30-Jährige, die den Auftakt-Weltcup in Kairo gewonnen hatte und bei den Weltcups in Rio sowie in Rom jeweils Zweite geworden war, hat im Olympia-Jahr bislang bei jedem Start das Podium erreicht.

"Nach dem intensiven Trainingslager war das Weltcup-Finale eine wertvolle Standortbestimmung für mich. Bis auf das Schwimmen bin ich sehr zufrieden. Nach dem letzten Schießen war ich mir recht sicher, dass es reicht", sagte Schöneborn.

In Florida verwies Schöneborn vor allem dank guter Ergebnisse im Fechten sowie im Reiten mit 1375 Punkten die Ungarin Zsofia Foldhazi (1366) und Ieva Serapinaite aus Litauen (1360) auf die Plätze. Annika Schleu (Berlin/1328) überzeugte mit Platz sieben, Janine Kohlmann (Potsdam/1286) belegte den 17. Rang. Die deutschen Fünfkämpferinnen hatten sich in einem Höhentrainingslager in Colorado Springs über zwei Wochen lang intensiv auf die heiße Phase der Olympiasaison vorbereitet, auch Dogue nahm an der Maßnahme teil.