Straßburg (AFP) Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Schweiz wegen der schleppenden Prüfung des Antrags eines psychisch Kranken auf Freilassung gerügt. Damit habe die Schweiz gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen, die eine rasche Prüfung von Anträgen auf Haftentlassung vorsieht, stellten die Straßburger Richter am Dienstag fest. Dem heute 55 Jahre alten Kläger wurde ein Schmerzensgeld in Höhe von 7000 Euro zugesprochen.