Grosseto (SID) - Die Athleten des Deutschen Behindertensportverbandes (DSB) haben ihr Medaillenkonto am fünften Tag der Para-Leichtathletik-EM im italienischen Grosseto weiter aufgestockt. Birgit Kober (Leverkusen) sicherte sich bereits am Vormittag den Titel im Kugelstoßen und stellte dabei mit 11,20 m einen Weltrekord auf. Zudem gab es das zweite Gold für 100-m-Läuferin Katrin Müller-Rottgardt (12,20 Sek/Wattenscheid).

Über die kürzeste Laufdistanz gab es außerdem Silbermedaillen für Vanessa Low und Felix Streng sowie Bronze für Johannes Floors (alle Leverkusen) und Janne Engeleiter. Im Speerwurf landete Frances Herrmann (beide Cottbus) ebenso auf Rang zwei wie Mathias Mester (Kaiserslautern), Bronze im Kugelstoßen ging zudem an Julianne Mogge (Wattenscheid).

"Ich wollte heute zwischen 10,40 m und 10,50 m stoßen. Dass ich 11,20 m stoßen kann, hat mich schon geplättet. Das freut mich wahnsinnig", sagte Kober, die nach einem Behandlungsfehler im Rollstuhl sitzt und erstmals bei den stehenden Stoßern angetreten war. Für die sehbehinderte Müller-Rottgardt, die Grosseto mit zweimal Gold und einmal Silber verlassen wird, wäre sogar noch mehr möglich gewesen: "Wir hatten sehr viel Gegenwind, sonst wäre noch eine viel bessere Zeit herausgekommen."

Auch die unterschenkelamputierten Streng (dreimal Silber), dem nur zwei Hundertstelsekunden zu Gold fehlten, und Floors, Europameister über 200 und 400 m, fuhren ihr drittes Edelmetall ein. Für Low war es die zweite Medaille nach Gold im Weitsprung, Engeleiter ordnete sich wie schon über die 200 m auf Platz drei ein.

Vor dem letzten Tag hat das DBS-Team damit bereits 36 Medaillen auf dem Konto. Neben neunmal Gold gab es bislang 19-mal Silber und achtmal Bronze. Vor zwei Jahren in Swansea hatte das DBS-Team nach Abschluss der Wettkämpfe 47-mal Edelmetall gewonnen.