Berlin (SID) - Dagmar Freitag, Vorsitzende im Sportausschuss des Deutschen Bundestages, hält die Bestätigung des Ausschlusses russischer Leichtathleten von den Olympia in Rio durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS für richtig. "Ich begrüße das CAS-Urteil, weil es auf einer Linie mit den Entscheidungen des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF liegt", sagte die SPD-Politikerin.

Freitag, auch Vize-Präsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), forderte das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf, den Komplett-Ausschluss Russlands von den Spielen in Rio (05. bis 21. August) durchzusetzen. "Das Urteil ist auch ein unmissverständlicher Fingerzeig für das IOC. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Das IOC kann nicht mehr länger auf andauernde Entscheidungsfindungen Dritter verweisen."

Wenig Verständnis zeigte Freitag für die lange Zeit, die das IOC zur Entscheidungsfindung benötigt. Bis höchstens zum kommenden Dienstag,  also zehn Tage vor dem Start der Spiele in Rio, hat sich das IOC Zeit erbeten. "Vor allem im Interesse der Athletinnen und Athleten sollte diese Entscheidung jetzt endlich fallen; sowohl die bereits nominierten wie auch mögliche Nachrücker brauchen so schnell wie möglich Klarheit."

Auch Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik von Bündnis 90/Die Grünen, sprach von einer richtigen und notwendigen Entscheidung. "Ein Verband, der die internationalen Auflagen des Anti-Doping-Kampfs nicht erfüllt, kann und darf auch bei internationalen Großsportveranstaltungen wie den Olympischen Spielen keine Sonderbehandlung erhalten", sagte Mutlu.