Budapest (SID) - In unruhigen Zeiten hat Formel-1-Pilot Nico Rosberg seinen auslaufenden Vertrag bei Mercedes bis 2018 verlängert und schöpft im engen Teamduell mit Lewis Hamilton neue Kraft - denn nach monatelangen Verhandlungen bekennt sich Mercedes klar zum Deutschen. Der Weltmeister-Rennstall stellte am Freitag vor dem Großen Preis von Ungarn ein Video online, in dem zunächst der WM-Spitzenreiter und dann Motorsportchef Toto Wolff ihre Unterschrift unter den neuen Kontrakt setzten.

"Es ist ein ganz besonderer Moment für mich, dieses Stück Papier zu unterzeichnen und bei meinem Traumteam zu verlängern. Ich freue mich auf die Zukunft, und ich bin allen Beteiligten sehr dankbar", sagte Rosberg, für den der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger die Verhandlungen geführt hatte.

"Wir haben viele Monate gesprochen und verhandelt, aber es war immer klar, dass wir mit Nico weitermachen wollten", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Er ist für uns ein Volltreffer, und die Unterschrift ist alles was zählt." Nach Informationen der Bild-Zeitung soll Rosberg in den kommenden zwei Jahren inklusive Prämien rund 45 Millionen Euro verdienen.

Seit 2010 fährt Rosberg für Mercedes. In den ersten drei Jahren war der heute 31-Jährige dort Teamkollege von Rekordweltmeister Michael Schumacher. Seit 2013 liefert er sich ein Teamduell mit Hamilton, der Weltmeister hatte seinen Vertrag im Vorjahr ebenfalls bis 2018 verlängert.

Seit 2014 und der Einführung der neuen Turbo-Hybridmotoren dominiert Mercedes die Königsklasse, den Titel holte zweimal in Folge jedoch Hamilton. In der laufenden Saison liegt Rosberg vor dem elften von 21 WM-Läufen in Mogyorod vor den Toren von Budapest (Sonntag, 14 Uhr/RTL und Sky) einen Punkt vor seinem Teamkollegen. 

Nach einem starkem Saisonstart mit vier Siegen in Serie hatte Rosberg zwischenzeitlich schon 43 Punkte Vorsprung, seit Wochen eilt nun aber Hamilton von Sieg zu Sieg. Im Verlauf dieses Jahres war es in dem engen Teamduell zu drei Kollisionen zwischen den Stallrivalen gekommen, zwischen den einstigen Jugendkumpels sind zudem wiederholt Spannungen offen zutage getreten. Dies schürte Spekulationen um einen Abschied Rosbergs, nach einem Krisengespräch Anfang des Monats vor dem Großen Preis von England bekannte sich die Teamführung aber zu beiden Fahrern.