Rio de Janeiro (SID) - Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer (Mettmann) hat sich erhobenen Hauptes von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro verabschiedet. Am Schlusstag spielte der 31-Jährige, der keine Chancen mehr auf eine Medaille besaß, auf dem Par-71-Kurs eine 66 und beendete das Turnier mit insgesamt 279 Schlägen auf Platz 15.

"Ich habe nochmal bis zum Schluss gekämpft und versucht, mich so weit es geht nach vorne zu spielen", sagte Kaymer, der Olympia als "wundervolle Erfahrung" bezeichnete: "Ich habe viel für den Sport und das Leben gelernt."

Auch Alex Cejka (München) als zweiter deutscher Starter blieb mit seiner 69 noch einmal unter dem Platzstandard und kletterte mit insgesamt 281 Schlägen auf Rang 21. "Ich bin stolz, dass ich dabei sein durfte. Am Ende habe ich nochmal Gas gegeben", sagte der 45-Jährige.

Mit der Vergabe der Medaillen hatten die Deutschen nichts zu tun. Gold sicherte sich der ehemalige US-Open-Sieger Justin Rose aus Großbritannien mit 268 Schlägen. British-Open-Sieger Henrik Stenson aus Schweden gewann Silber (270) vor US-Profi Matt Kuchar (271).

Das deutsche Duo hatte am Ende einige Schläge Rückstand - für den bis zum neunten Loch anwesenden DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann war das kein Problem. "Ich finde das überhaupt nicht schlimm. Sie haben trotzdem tollen Sport gezeigt", sagte Hörmann: "Es zählen nicht immer die Medaillen. Ich finde es schon toll, dass die Golfer diesmal überhaupt dabei sind."