Rio de Janeiro (SID) - Die deutschen 49er-Segler Erik Heil und Thomas Plößel sind am Tag vor dem wichtigsten Rennen ihrer Karriere getrennte Wege gegangen. "Erik checkt vor dem Medal-Race immer, ob am Boot alles perfekt ist. Das braucht er für den Kopf", sagte Trainer Thomas Rein. Plößel zog sich dagegen zurück und suchte nach Abstand: "Das machen die beiden immer so." 

Heil und Plößel gehen am Donnerstag (14.35 Uhr OZ/19.35 Uhr MESZ) als Zweite in das Finalrennen der Olympischen Spiele. Die Goldmedaille ist bereits außer Reichweite, der Vorsprung auf Rang drei dagegen klein. Die Londoner Olympiasieger Nathan Outteridge und Iain Jensen aus Australien liegen drei Punkte zurück. Auf Rang vier lauern die Briten Dylan Fletcher-Scott und Alain Sign mit 13 Zähler Abstand.

Der körperlich anstrengendere Job im 49er-Boot liegt bei dem 28 Jahre alten Vorschoter Plößel, der bei Segelmanövern einen Puls von bis zu 180 Schlägen pro Minute hat. Er fokussierte sich am Mittwoch besonders auf die Regeneration. "Wir müssen morgen die richtige Einstellung für den Tag haben. Wir brauchen die nötige Ruhe im Kopf", sagte der Kieler.

Im Medaillenrennen komme es vor allem darauf an, spritzig zu sein und "top Entscheidungen" zu treffen, sagte Heil. "Es gibt nur das eine Rennen. Jede Aktion muss sitzen, weil alles extrem schnell geht. Beim Start müssen wir uns aus dem Trubel raushalten."