Rio de Janeiro (SID) - 17 Stunden nach ihrem Triumph im Kugelstoßen hat Franziska Liebhardt zum Abschluss ihrer Karriere Paralympics-Gold im Weitsprung gewonnen. Die 34-Jährige von Bayer Leverkusen musste sich im allerletzten Wettkampf ihrer sportlichen Laufbahn mit 4,42 m nur der Chinesin Wen Xiaoyan geschlagen geben, die mit 5,14 m Welrekord sprang.

Am Dienstagabend hatte Liebhardt selbst mit Weltrekordweite von 13,96 m Gold im Kugelstoßen geholt. "Das war eine kurze Nacht gestern. Ich habe mich schwergetan, einzuschlafen", sagte sie, überwältigt von ihren Gefühlen: "Es hat ein bisschen die Spannung gefehlt. Mit der Weite bin ich nicht ganz zufrieden. Aber Silber zählt, deshalb ist alles super."

Liebhardt, die von der früheren Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius trainiert wird, leidet an einer unheilbaren Autoimmunkrankheit. Sie hat zudem eine Lungen- und Nierentransplantation hinter sich gebracht. 2015 war sie jeweils WM-Zweite im Kugelstoßen und im Weitsprung geworden.