Singapur (SID) - NICO ROSBERG: Besser kann man einen Grand Prix wohl nicht bestreiten. Der Wiesbadener präsentiert sich derzeit in einer absoluten Top-Verfassung, schon im Qualifying legte er eine Zauberrunde hin und behielt auch im Rennen immer die Kontrolle. So rückt der erste WM-Titel in greifbare Nähe. Wenn, ja wenn, der 31-Jährige seine Form bis Ende November konservieren kann.

SID-Note: 1

LEWIS HAMILTON: Der Weltmeister ist erstaunlich schlecht aus der Sommerpause gekommen, auch in Singapur erwischte Hamilton ein verkorkstes Wochenende. Zwar zickte sein Mercedes in Südostasien, doch der Brite war auch schon einmal in der Lage, das mit seinen überragenden Fähigkeiten auszugleichen. Das schafft er im Moment einfach nicht. Hamilton muss sich definitiv Sorgen machen.

SID-Note: 4

SEBASTIAN VETTEL: Der Singapur-Sieger von 2015 hatte sich so viel ausgerechnet, doch dann streikte sein Ferrari im Qualifying. Mit ordentlich Wut im Bauch steuerte sich Vettel vom letzten noch auf den fünften Platz und wurde verdient zum "Fahrer des Rennens" gewählt. Doch für Vettel und Ferrari zählen nur Siege, der bisher letzte Triumph ist ein Jahr her. Der Druck auf Vettel wird immer größer, da wirkt das gute Rennen zumindest ein bisschen wie Balsam auf der Seele.

SID-Note: 2

SINGAPUR: Die Stadt hat sich für die Formel 1 einmal mehr schick gemacht, das Nachtrennen ist in Singapur stets ein riesiges Ereignis. Die Fahrer lieben das Rennen, den Fans wird auch abseits der hell erleuchteten Strecke viel geboten. Davon können sich viele Veranstalter etwas abschauen. Obwohl der PS-Zirkus erst zum neunten Mal an der Marina Bay Halt machte, gilt der Grand Prix schon fast als Klassiker. Mehr davon.

SID-Note: 2

CHASE CAREY: Nach dem Verkauf der Formel 1 hatte der neue starke Mann im Hintergrund seinen ersten großen Auftritt. Und der Harvard-Absolvent teilte gleich einmal Grundsätzliches mit, eine Nebenrolle an der Seite von Bernie Ecclestone kommt für ihn nicht infrage. "Ich bin ein bisschen zu alt, um ein Lehrling zu sein", sagte der 62 Jahre alte Carey und sprach davon, die Formel 1 auf die "nächste Ebene heben" zu wollen. Und eine "Diktatur" werde es mit ihm nicht mehr geben. So offen hat lange Zeit niemand mehr den großen kleinen "Mr. E" herausgefordert.

SID-Note: 2