Nürnberg (SID) - Nach dem schwachen Saisonstart soll ausgerechnet das 261. Frankenderby den Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg und den in die Kritik geratenen Trainer Alois Schwartz erlösen. "Das Derby ist für uns eine Riesenchance, ein paar Dinge wieder geradezurücken und uns Selbstvertrauen zu holen", sagte Schwartz dem kicker. Der 49-Jährige, der erst seit Saisonbeginn im Amt ist, ist mit dem Club in fünf Ligaspielen noch sieglos und Tabellen-Vorletzter.

Mit einem möglichen weiteren Nackenschlag am Dienstag (17.30 Uhr/Sky) gegen den Nachbarn Greuther Fürth "beschäftige ich mich nicht", sagte er: "Das wäre der falsche Ansatz, auch wenn ich schon den Finger in die Wunde lege. Aber ich bin vielmehr derjenige, der an die Mannschaft glaubt und vorangeht." Von seinen Profis forderte er mit Blick auf das Nachbarschaftsduell: "Wir dürfen keine Angst davor haben, es verlieren zu können, sondern selbstbewusst sagen: Wir wollen das Derby gewinnen!"

Die zunehmend beißende Kritik an seiner Person wies Schwartz zurück. "Ich glaube, das gehört zum Job dazu, so etwas auszuhalten. Dass ich aber etwa nur ein Provinztrainer sei, kann ich gar nicht ernst nehmen. Das Ergebnis meiner Arbeit in Sandhausen spricht für sich", sagte er.

Er habe zwar gewusst, "dass es kompliziert werden kann", ergänzte Schwartz, mit 15 Gegentoren und Platz 17 habe er aber "nicht gerechnet". Der 1. FCN durchlaufe "eine Phase, in der fast alles gegen uns läuft. Gerade von der Psyche her ist das keine einfache Situation."