Köln (SID) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Ausschluss russischer Behindertensportler von den Paralymics erneut scharf kritisiert. "Diese Entscheidung ist zweifellos ungerecht, unaufrichtig und feige", sagte Putin bei einem Besuch von russischen Para-Sportlern am Montag. 

Putin kündigte an, offene russische Paralympics-Wettbewerbe regelmäßig auszutragen. Nach der Sperre der Athleten, die das Internationale Paralympische Komitee (IPC) wegen des nachgewiesenen Staatsdopings verhängte, hatte Russland für die ausgeschlossenen Sportler extra Wettkämpfe organisiert.

Putin äußerte sich auch zu den Attacken der mutmaßlich russischen Hacker-Gruppe Fancy Bears auf die Server der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. "Wir heißen die Angriffe nicht gut, trotzdem werfen sie ein Licht auf Menschen, die an den Olympischen Spielen teilgenommen haben und für jedermann absolut sauber waren, tatsächlich aber verbotene Dopingmittel nahmen, um im Wettkampf Vorteile daraus zu ziehen", sagte Putin.

Am Montag hatten die Hacker weitere Athletendaten veröffentlicht, insgesamt betroffen sind mittlerweile 66 Sportler, davon sieben aus Deutschland. Sämtliche Athleten haben mit einer Ausnahmegenehmigung Mittel genommen, die auf der Dopingliste stehen. Das ist legal und stellt keinen Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien dar.