Berlin (SID) - Die Verhandlungen über die Reform zur Förderung des deutschen Spitzensports stehen vor dem Abschluss. Am kommenden Mittwoch (28. September) wird die Reform im Sportausschuss des Bundestages vorgestellt.

"Wir sind erstaunlich weit", sagte Ole Schröder, Parlamentarischer Staatssekretär im für den Sport zuständigen Bundesinnenministerium (BMI) dem SID am Rande einer Tagung des Sportausschusses im Deutschen Bundestag und lobte ausdrücklich die Bundesländer für ihre konstruktive Mitarbeit. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sitzt mit am Tisch.

Ein Kernpunkt der Reform ist die Überprüfung aller Sportarten auf mögliche Medaillenchancen bei Großveranstaltungen. So kann es sein, dass einzelne Disziplinen gestrichen werden, wenn ihnen eine realistische Aussicht auf Erfolg fehlt.

Mehr Geld soll die Reform den Bund nicht kosten. Nach einem Ministerentwurf plant das BMI als größter Geldgeber trotz praller Steuerkassen eine Kürzung des Sportetats um 15,6 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr auf 162,6 Millionen Euro. 

"Die Summe kann sich durch die Spitzensportreform noch einmal verändern. Dafür befinden wir uns ja mit dem Etat im parlamentarischen Verfahren", sagte Schröder. Ende November soll der Sportetat für 2017 beschlossen werden.