London (dpa) - Die EU-Staaten haben nach Meinung von Amnesty International ihre Versprechen zur Hilfe für Flüchtlinge nicht gehalten. Dies führe dazu, dass zehntausende Asylsuchende unter unwürdigen Bedingungen in griechischen Lagern lebten. Vor einem Jahr hätten die EU-Führer die Aufnahme von rund 66 000 Menschen aus Griechenland zugesagt - bisher seien aber weniger als sechs Prozent aufgenommen worden. Es sei beschämend, dass Europa seine Streitigkeiten nicht überwinde und die Verantwortung zur Aufnahme nicht fair teile, klagt Amnesty.