Frankfurt/Main (SID) - Trotz gestiegener Einnahmen aus den Europacup-Wettbewerben (Champions League und Europa League) hat Deutschland von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) weniger Geld für die Nachwuchsförderung der Klubs erhalten. Der sogenannte Solidaritätsbeitrag, der von der Deutschen Fußball Liga (DFL) an die Zweitligisten weitergeleitet wird, ist laut dem kicker von 9,087 Millionen Euro (Saison 2014/15) auf 7,907 Millionen Euro (Saison 2015/16) gesunken.

Insgesamt hat die UEFA für die abgelaufene Spielzeit 120,83 Millionen Euro an Solidaritätsbeiträgen (2014/15: 85,017 Millionen) ausgeschüttet. Das sind fünf Prozent der Europacup-Einnahmen, die sich auf 2,4 Milliarden Euro belaufen. In Deutschland erfolgt die Verteilung auf Basis der DFL-Rangliste für die Nachwuchszentren der Klubs.

Trotz der weitaus höheren Gesamt-Ausschüttung ist der Beitrag für Deutschland gesunken, weil zum ersten Mal nicht mehr ausschließlich der Marktwert des jeweiligen Landes (Zahlungen der nationalen TV-Sender für die Übertragungsrechte) als Kriterium für die Auszahlung herangezogen wurde.

Für die abgelaufene Saison sind erstmals 60 Prozent aus dem Marktwert-Pool zu gleichen Teilen an die 55 Mitgliedsverbände gezahlt worden, nur noch 40 Prozent wurden entsprechend dem nationalen TV-Marktwert verteilt. Das führte zu deutlich höheren Auszahlungen an kleinere Verbände und zu niedrigeren Zahlungen an Deutschland.