Berlin (dpa) - Mit der Bahamas-Liste hat die "Süddeutsche Zeitung" zum zweiten Mal Personendaten zu Briefkastenfirmen veröffentlicht. Im Frühjahr publizierte das Blatt die "Panama Papers", Unterlagen der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die von Journalisten weltweit ausgewertet wurden.

Aus ihnen geht hervor, dass zahlreiche Politiker, Sportler und andere Prominente Vermögen in Offshore-Firmen hielten. Ob damit Straftaten verbunden waren, blieb unklar.

Die 11,5 Millionen Dateien umfassten E-Mails, Urkunden und Kontoauszüge zu 214 000 Gesellschaften vor allem in der Karibik. Dabei tauchen die Namen von 140 Politikern oder Politikervertrauten auf, darunter die Staatschefs Argentiniens und der Ukraine, Mauricio Macri und Petro Poroschenko. In Island führte die Veröffentlichung zum Rücktritt des Ministerpräsidenten Sigmundur Gunnlaugsson und zum Verzicht des Staatschefs Ólafur Ragnar Grímsson auf eine Wiederwahl.

Panama Papers bei der Süddeutschen

"Panama Papers" beim Journalistenverbund ICIJ