Frankfurt/Main (SID) - Ironman-Sieger Jan Frodeno hat die Funktionäre der Deutschen Triathlon Union (DTU) für die derzeitige Misere auf der olympischen Distanz verantwortlich gemacht. "In Deutschland wird von Verbandsseite stets der Eindruck vermittelt: Ihr könnt ja eh nichts, wir bauen auf die nächste Generation", sagte der 35 Jahre alte Kölner der FAZ: "Der Glaube an diese Generation ist aufgegeben worden."

Die DTU reagierte auf die Vorwürfe und wies sie weitgehend zurück. "Die Kritik ist angesichts der Leistungen der vergangenen Jahre grundsätzlich sicher gerechtfertigt. Wir alle haben auf bessere Ergebnisse gehofft", sagte der Verband auf Anfrage der Frankfurter Rundschau: "Dafür allein den Verband verantwortlich zu machen, ist aber zu einfach."

Bei den zurückliegenden Spielen in Rio war bei den Männern kein Deutscher am Start, lediglich bei den Frauen nahmen Laura Lindemann (Potsdam) und Anne Haug (Saarbrücken) teil. Sie belegten die Plätze 28 und 36.