Zürich (SID) - Der Fußball-Weltverband FIFA gibt sich weiter alle Mühe, vom Skandalimage der vergangenen Jahre wegzukommen. Mit dem am Donnerstag vorgestellten Konzept "FIFA 2.0" soll in den nächsten Jahren vieles besser werden - an erster Stelle steht das große Geld, das FIFA-Präsident Gianni Infantino (46) im Wahlkampf Anfang 2016 versprochen hatte.

Rund vier Milliarden Dollar (umgerechnet 3,625 Milliarden Euro) will die FIFA in den kommenden zehn Jahren in die "Entwicklung des Fußballs" in den 211 Mitgliedsländern stecken. 100 Millionen Dollar (90,6 Millionen Euro) pro Jahr werden davon in die Verbesserung der Administration fließen, 315 Millionen Dollar (285,5 Millionen Euro) in den Frauenfußball investiert. Die FIFA will die Anzahl der Fußballerinnen bis 2026 auf 60 Millionen verdoppeln.

"Den Fußball fördern, seine Integrität schützen und jedem zugänglich machen", ist die "Vision" der neuen FIFA. Neben den Auszahlungen beinhaltet das Konzept eine Vielzahl von Maßnahmen unter anderem zur Organisation der Weltmeisterschaften, dem Ticketing, sowie der internen Organisationsstruktur. Jeder dieser Bereiche hatte in der Vergangenheit verschiedenste Skandale hervorgebracht.

"Keine Organisation im Weltsport ist besser positioniert, um herausragende Wettbewerbe zu organisieren, die Fans zu erreichen und die Mittel mit maximaler Wirkung einzusetzen", sagte Infantino: "Die FIFA ist auf dem richtigen Weg, eine Organisation aufzubauen, die anderen als Vorbild dienen kann."