Köln (SID) - Weniger Straftaten, mehr Verletzte, mehr Festnahmen: Rund um die Partien der ersten und zweiten Bundesliga haben sich in der vergangenen Saison keine einheitlichen Trends über die Gewalt von Fußball-Fans feststellen lassen. Das geht aus dem Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) zur Spielzeit 2015/16 hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. 

Während die Anzahl der Verletzten rund um Fußball-Spiele von insgesamt 863 auf 892 leicht anstieg, reduzierte sich die Zahl der eingeleiteten Strafverfahren im Vergleich zum Vorjahr von 6.364 auf 5.948. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl an freiheitsentziehenden oder -beschränkenden Maßnahmen für die beiden Bundesligen um knapp 30 Prozent von 7.571 auf 9.688.

"Grundsätzlich bewegen sich Sicherheitsstörungen und gewalttätiges Verhalten im Zusammenhang mit Fußballveranstaltungen auf einem saisonbedingt schwankenden, jedoch insgesamt weiterhin hohen Niveau", bilanziert die ZIS. So seien beispielsweise auch die Schätzungen der Polizeibehörden zu potentiell gewaltbereiten Fans der Vereine von der Bundesligen bis zur 3. Liga mit 13.650 (Vorjahr: 13.500) Personen nahezu konstant geblieben.