Frankfurt/Main (SID) - Kanu-Sportdirektor Jens Kahl hat die Spitzensportreform des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sowie des Innenministeriums gelobt und das Streben nach Medaillen auch in Dopingzeiten verteidigt. "Warum sollte Deutschland ausgerechnet im Sport nicht zielstrebig sein? Im Sport geht es nicht um Friede, Freude und Eierkuchen, sondern darum, Grenzen auszuloten", sagte Kahl der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Kahl, der für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) und für den Spitzensport generell deutlich mehr Personal und mehr Geld vom Staat fordert, stellt sich zudem in der Frage um die Zulassung russischer Athleten für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hinter den deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach. "Bach hat schlau reagiert. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte ihre Kontrollfunktion unzureichend ausgeführt, und viele Verbände haben in der Doping-Bekämpfung zu wenig unternommen. Bach hat den Ball zurückgespielt und die WADA und die Verbände aufgefordert, sich stärker im Anti-Doping-Kampf zu engagieren", sagte Kahl.