London (dpa) - Gerade mal zwei Wochen sind vergangen, seit die Briten mit ihrem Votum für einen Ausstieg aus der EU (Brexit) das eigene Land und Europa in eine historische Krise gestürzt haben. Was seitdem geschah:

24. Juni: Am Tag nach der Entscheidung brechen in Europa und Asien die Aktienmärkte ein. Der britische Premierminister David Cameron kündigt seinen Rücktritt für Oktober an.

25. Juni: Auch der britische EU-Kommissar Jonathan Hill nimmt seinen Hut.

27. Juni: Die US-Ratingagentur Standard & Poor's erkennt Großbritannien die Top-Kreditwürdigkeit ab und stuft die Bonität des Landes von der besten Bewertung "AAA" um zwei Stufen nach unten.

28. Juni: Ein Misstrauensvotum in den eigenen Reihen setzt Labour-Oppositionschef Jeremy Corbyn unter Druck. Er habe beim Referendum eine schlechte Figur gemacht, meinen viele Abgeordnete.

30. Juni: Der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson, einer der Wortführer der Brexit-Kampagne, will sich überraschend nicht um Camerons Nachfolge bewerben.

2. Juli: In London protestieren Zehntausende gegen den Brexit und fordern, das Votum aufzuheben. Königin Elizabeth II. ruft zu Ruhe und Besonnenheit auf.

4. Juli: Nigel Farage, Vorsitzender der rechtspopulistischen Partei Ukip und neben Johnson wichtigster Brexit-Befürworter, tritt überraschend zurück.