Augsburg (SID) - Breel Embolo schlug die Hände vors Gesicht, als er auf einer Trage vom Platz gebracht wurde. Der junge Schweizer ahnte bereits, dass ihm gerade ein folgenschweres Unglück widerfahren war. Ein überhartes Einsteigen des Augsburgers Konstantinos Stafylidis hatte zu einem Sprunggelenksbruch geführt, der Schalker Rekordeinkauf ist für Monate zum Zuschauen verurteilt.

Das 1:1 (0:0) der Königsblauen bei den Schwaben rückte völlig in den Hintergrund. "Das ist an Tragik kaum zu überbieten", sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel mitgenommen, "es fällt mir schwer, über das Spiel zu reden." Noch am Samstag wurde der 19-Jährige bei Dr. Ulrich Boenisch in der Augsburger Hessingpark-Clinic operiert, mindestens die Vorrunde ist für Embolo gelaufen.

Embolo war von Stafylidis in der 21. Minute nahe der Seitenlinie gefoult worden, "dämlich" nannte es FCA-Trainer Dirk Schuster später, weil der Schalker in dem Moment keine Torgefahr ausstrahlte. "Ich weiß, dass er seine Gedanken nicht koordiniert. Er sieht einfach den Ball und hat Aggressivität. Absicht unterstelle ich ihm nicht, aber Dummheit", sagte Schalkes Coach Markus Weinzierl nach dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub über seinen früheren Spieler.

Schalke trifft der Ausfall hart. Embolo kostete die Königsblauen im Sommer dem Vernehmen nach etwa 22,5 Millionen Euro. Hohe Erwartungen gingen damit einher, die er nicht sofort erfüllte. Doch zuletzt hatte Embolo als Doppeltorschütze gegen Borussia Mönchengladbach überzeugt, auch am Samstag war er ein Aktivposten. "Jetzt kommt wortwörtlich dieser Bruch rein", sagte Heidel: "Wir werden ihm jede Unterstützung geben."