Mailand (SID) - Der Nächste, bitte: Stefano Pioli hat als neuer Trainer auf dem Schleudersitz von Inter Mailand Platz genommen und soll die einstige italienische Fußball-Großmacht aus der Krise führen. Piolis Debüt-Gegner könnte undankbarer nicht sein. Am Sonntagabend (20.45 Uhr) tritt Inter im 217. Mailänder Derby beim erstarkten Stadtrivalen AC Milan an.

"Unser Ziel ist, wieder mit Leidenschaft zu spielen. Ich wäre glücklich, wenn wir uns für die Champions League qualifizieren würden", sagt der 51-Jährige, der den nur 84 Tage amtierenden Niederländer Frank de Boer beerbte. Vom europäischen Geschäft ist der Königsklassen-Sieger von 2010 aber derzeit weit entfernt: Mit nur 17 Punkten aus zwölf Spielen belegt Inter den neunten Platz, zudem steht der Klub in der Europa League bereits vor dem Aus.       

Besser sieht es da bei Gastgeber Milan aus. Die Schwarzoten sind als Dritter mit 25 Punkten nach düsteren Jahren klar im Aufwind. Nicht zuletzt dank des blutjungen Nationalkeepers Gianluigi Donnarumma (17) und der kaum älteren Entdeckung Manuel Locatelli (18) ist die Aufbruchstimmung spürbar.