München (dpa) - Für den schwer verletzten WM-Zweiten Fritz Dopfer ist der Weltmeisterschafts-Winter vorzeitig beendet. Der Skirennfahrer stürzte im Training und erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch am linken Unterschenkel.

"Die Folgen dieses Sturzes sind bitter. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich schon so manchen Rückschlag in meiner Karriere überwunden habe. Deshalb werde ich auch jetzt meine Rehabilitation mit großer Disziplin vorantreiben, damit ich in der Olympia-Saison wieder angreifen kann", sagte der bereits operierte Dopfer. Ein halbes Jahr fällt er schätzungsweise aus.

Dem Deutschen Skiverband fehlt damit knapp drei Monate vor der WM vom 6. bis zum 19. Februar 2017 in St. Moritz eine seit Jahren feste Titelkampfgröße. Dopfer nahm an den Weltmeisterschaften 2011, 2013 und 2015 teil. Vor knapp zwei Jahren feierte er als Zweiter im Slalom der Titelkämpfe in den USA seinen größten Erfolg. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi war es als Vierter nur knapp hinter den Medaillenrängen platziert. Fünf Hundertstelsekunden fehlten dem Teamkollegen von Felix Neureuther da auf Bronze.

"Es tut mir wahnsinnig leid für Fritz. Er hat extrem viel in die Saisonvorbereitung investiert und wird nun durch diese schwere Verletzung zurückgeworfen", sagte Herren-Cheftrainer Mathias Berthold. Dopfer war nicht wie erhofft in die Saison gestartet. Einem 27. Platz beim Riesenslalom in Sölden folgte ein achter Rang beim Slalom im Levi.

"Jetzt geht es aber vor allem darum, die Verletzung vollständig auszuheilen. Wir werden Fritz dann bei seiner Rehabilitation bestmöglich unterstützen und sind zuversichtlich, dass er die Mannschaft in der nächsten olympischen Saison wieder verstärken kann", sagte Berthold. "Für unser Team ist der Ausfall von Fritz ein herber Verlust. Mit seiner Verletzung sind unsere jungen Aktiven nun gefordert, die Chance zu nutzen, sich in Szene zu setzen."

Dopfer wurde nach dem Sturz im Zillertal in Österreich in einer Privatklinik bei Innsbruck rund eine Stunde operiert. "Fritz Dopfer wird noch einige Tage stationär behandelt und kann bereits morgen mit ersten physiotherapeutischen Maßnahmen beginnen. Einen günstigen Heilungsverlauf vorausgesetzt, ist ein Training auf Schnee in etwas sechs Monaten wieder möglich", sagte der Arzt Christian Fink. Mittels eines Marknagels wurde das Schienbein stabilisiert.

Dagegen naht das Comeback von Viktoria Rebensburg. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010, die Anfang Oktober einen Bruch des Schienbeinkopfs im rechten Knie erlitten hatte, strebt eine Rückkehr in den Weltcup für das kommende Wochenende im amerikanischen Killington an.

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