New York (SID) - Titelverteidiger Magnus Carlsen und Herausforderer Sergei Karjakin haben sich auch in der siebten Partie der Schach-WM nach 2:20 Stunden remis getrennt. Der Weltmeister aus Norwegen leistete sich einen Fehler, baute aber im Endspiel eine Festung auf, die der Russe Karjakin nicht durchbrechen konnte. Damit steht es 3,5:3,5.

Karjakin eröffnete in New York zum ersten Mal bei der WM mit dem Doppelschritt des d-Bauern, nachdem er seinen Anzugsvorteil mit 1.e4 zuvor nicht nutzen konnte. Carlsen antwortete mit dem soliden Slawischen Damengambit. Nach der Eröffnung stand eine symmetrische Bauernstruktur auf dem Brett. Trotzdem leistete sich der Weltmeister einen schlechten Turmzug, nach dem Karjakin einen Bauern gewann. Carlsen war aber in der Lage, mit ungleichfarbigen Läufern eine Festung aufzubauen, die für den Herausforderer uneinnehmbar war.

"Es war nicht nötig einen Bauern zu geben, doch glücklicherweise hatte ich genügend Ressourcen, um die Stellung zu halten", sagte Carlsen: "Mein Gegner spielt bisher sehr vorsichtig und bisher gab es kein Desaster. Darüber freue ich mich."

Die achte Partie findet am Montag statt. Carlsen führt die weißen Steine. Der Wettkampf in New York ist auf zwölf Partien angesetzt. Wer zuerst 6,5 Punkte erreicht, krönt sich zum Weltmeister. Bei Gleichstand folgt ein Tiebreak. Der Sieger einer Begegnung erhält einen Punkt, bei einem Remis bekommen beide jeweils 0,5 Punkte.