London (SID) - Andy Murray hat zum ersten Mal das ATP-Saisonfinale in London gewonnen und wird das Tennisjahr 2016 als Nummer eins der Welt beenden. Der Schotte siegte im Endspiel am Sonntag gegen Novak Djokovic 6:3, 6:4 und wehrte damit den Angriff des Serben auf die Weltranglistenspitze ab.

"Das ist ein besonderer Tag", sagte Murray, der sein 24. Spiel in Folge gewann: "Dass ich das Jahr als Nummer eins beende und der Sieg heute sind Dinge, die ich niemals erwartet hätte." 

Djokovic zeigte sich als guter Verlierer: "Heute haben wir beide ein Stück Geschichte geschrieben", sagte der unterlegene Serbe. "Andy ist verdient die Nummer eins der Welt, er hat den Sieg verdient. Er hat in den entscheidenden Momenten das bessere Tennis gespielt."

Murray krönte damit sein herausragendes Jahr, in dem er bereits die Titel in Wimbledon und beim olympischen Turnier in Rio gewonnen hatte. Der dominante Spieler der zweiten Jahreshälfte hatte erst vor zwei Wochen seinen Dauerrivalen Djokovic an der Spitze der Weltrangliste abgelöst.

Djokovic, Schützling der deutschen Tennisikone Boris Becker, verpasste nicht nur den Sprung zurück an die Weltranglistenspitze, sondern auch die Chance, nach Siegen mit Rekordchampion Roger Federer gleichzuziehen.

Der Schweizer Superstar, sechsmaliger Sieger beim Saisonfinale, hatte das mit 6,91 Millionen Euro dotierte Hartplatzturnier ebenso verletzungsbedingt verpasst wie Rafael Nadal (Spanien). Deutsche Profis hatten sich nicht qualifiziert.