Rostock (SID) - Im Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock ist künftig auch die Ultra-Szene vertreten. Der 35-Jährige Sebastian Eggert, einer der Mitbegründer der "Suptras", wurde bei der Mitgliederversammlung am Sonntag in das siebenköpfige Kontrollgremium gewählt. 

Ebenfalls neu im Aufsichtsrat ist der Rostocker Finanzsenator Chris Müller, der beim Traditionsklub bereits als kommissarischer Vorstandsboss gearbeitet hatte. Außerdem gehören der bisherige Vorsitzende Rainer Lemmer, Hendryk Bogdanow, Günter Fett, Martin Ohde und Christian Stapel dem Aufsichtsrat an.

Laut des Finanzberichts konnte der finanziell angeschlagene Klub die Saison 2015/16 mit einem positiven Jahresergebnis von 1,1 Millionen Euro abschließen. Hauptgrund dafür sei der Verkauf der Geschäftsstelle gewesen. Zudem weise Hansa erstmals seit 2009 wieder ein positives Eigenkapital in Höhe von etwa 300.000 Euro aus. Das geplante Jahresergebnis für die Saison 2016/2017 liegt bei minus 1,1 Millionen Euro.

Ärger gab es wegen der Kompetenzbeschneidungen für den Hansa-Ältestenrat. Der soll künftig beim Thema Vereinsausschluss von Mitgliedern nicht mehr das letzte Wort haben. Deswegen will der Ältestenrat nach Informationen von NDR 1 Radio MV in naher Zukunft geschlossen zurücktreten.