Los Angeles (SID) - Jürgen Klinsmann ist nicht länger Chefcoach der amerikanischen Fußball-Nationalmannschaft. Der US-Verband gab am Montag die Trennung vom 52 Jahren alten früheren Bundestrainer bekannt und reagierte damit auf die Ergebniskrise der vergangenen Wochen.

"Wir haben eine schwierige Entscheidung getroffen. Wir möchten Jürgen für seine Arbeit und Hingabe in den vergangenen fünf Jahren danken", sagte Verbandsboss Sunil Gulati. Die Form und Entwicklung der Mannschaft habe zu der Überzeugung geführt, einen neuen Weg einschlagen zu müssen.

Details hierzu will Gulati am Dienstag in einer Telefonkonferenz bekannt geben. Oberstes Ziel sei die achte WM-Teilnahme in Folge. Diese soll womöglich mit Klinsmanns Vorvorgänger Bruce Arena gelingen, der als heißester Anwärter auf die Nachfolge des Deutschen gilt. 

Die USA hatten in der Qualifikation für die Fußball-WM 2018 in Russland zuletzt durch Niederlagen gegen den Erzrivalen Mexiko (1:2) sowie in Costa Rica (0:4) einen schweren Rückschlag erlitten. Der Zeitpunkt der Trennung von Klinsmann kommt für Amerikaner nunmehr günstig - das nächste Spiel steht erst am 24. März 2017 gegen Honduras an, vier Tage später müssen die USA in Panama antreten. 

Klinsmann war seit 2011 im Amt und hatte die US-Boys unter anderem ins Achtelfinale der WM 2014 geführt. 2013 hatte Klinsmann mit den USA vor heimischen Publikum den Gold Cup gewonnen, im Vorjahr scheiterte das Team bei der Kontinentalmeisterschaft jedoch im Halbfinale an Jamaika. Bei der Copa America im Sommer waren die USA erst im Halbfinale an Vize-Weltmeister Argentinien ausgeschieden.