Köln (SID) - Handball-Coup für Sky und die ARD: Der Pay-TV-Sender und die öffentlich-rechtliche Medienanstalt haben sich gemeinsam die Live-Rechte an den Spielen der Handball-Bundesliga ab der kommenden Saison gesichert. Dies teilte die Handball-Bundesliga GmbH (HBL) am Montag mit. Nach SID-Informationen gilt der Deal für die kommenden sechs Jahre und spült pro Saison zwischen drei und vier Millionen Euro in die Kassen der Liga und Klubs. Highlights werden künftig auch im ZDF zu sehen sein, der bisherige Rechteinhaber Sport1 ging bei der Vergabe leer aus. 

"Für den deutschen Profihandball ist dieser Abschluss eine sehr gute Nachricht", sagte Geschäftsführer Frank Bohmann von der HBL: "Durch die Partnerschaft mit Sky sowie ARD und ZDF erhält der Handball einen neuen medialen Stellenwert. Von der herausragenden Qualität, dem Know-How der Partner sowie der Angebotsvielfalt werden Klubs, Fans und Sponsoren profitieren." Die Partnerschaft werde den Handball in Deutschland noch weiter nach vorne bringen.

Thorsten Storm, Geschäftsführer vom Branchenführer THW Kiel, bezeichnete den neuen Vertrag als "Quantensprung in allen Bereichen" und "Meilenstein für den Handball in Deutschland. Er wird die Sportart voranbringen. Ob Sportart, Klub, Fan oder TV-Sender: Mittelfristig wird es nur Gewinner geben", sagte Storm dem SID. Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning zollte dem HBL-Vorstand "ein Kompliment. Ich sehe in dem neuen Vertrag mehr Chancen als Risiken", sagte Hanning dem SID: "Schön, dass es so viele Optionen gab. Das zeigt die Wertigkeit der Liga."

Neben den regelmäßigen Liveübertragungen auf Sky sowie Sky Sport News HD sollen ab der Serie 2017/18 pro Saison bis zu zwölf Ligaspiele inklusive des DHB-Pokalfinales von der ARD im Ersten und in den Dritten Programmen übertragen werden. Das Paket umfasst auch die zweite Handball-Bundesliga, den DHB-Pokal inklusive des Final Fours, den Super Cup sowie das All-Star-Spiel. Auch Web- und Mobilrechte sind Bestandteil der Vereinbarung.