Istanbul (dpa) - Trotz wachsender Kritik aus der EU setzt Präsident Recep Tayyip Erdogan die Massenentlassungen von Staatsbediensteten und die Schließung unabhängiger Organisationen in der Türkei fort. Mit einem Notstandsdekret wurden mehr als 15 000 Staatsbedienstete entlassen. Grund sind angeblich Verbindungen zu Terrororganisationen. Zugleich wurden insgesamt 375 Vereine geschlossenen, darunter Menschenrechtsgruppen. Erdogan kündigte an, weiter gnadenlos gegen die Gülen-Bewegung vorzugehen. Erdogan macht den in den USA lebenden Prediger für den Putschversuch Mitte Juli verantwortlich.