Berlin (dpa) - Das PC-Geschäft hat sich in Deutschland im vergangenen Quartal dank der Nachfrage von Unternehmen deutlich stabiler entwickelt als in anderen Regionen.

Mit knapp 2,46 Millionen verkauften Notebooks und Desktop-Rechnern gab es nur ein kleines Minus von 0,3 Prozent, wie die Marktforschungsfirma Gartner errechnete. Weltweit war der Absatz in dem Vierteljahr um 5,7 Prozent gesunken und in Westeuropa um 1,9 Prozent.

Wie schon im Quartal davon fiel in Deutschland Hewlett-Packard mit einem Absatzsprung von 29 Prozent auf 520 000 verkaufte Personal Computer auf. Das wuchtige Plus geht laut Gartner-Analystin Meike Escherich aber auch zu einem großen Teil auf ein ungewöhnlich schwaches Vorjahresquartal zurück. Damals hatte unter anderem die Aufspaltung des Hewlett-Packard-Konzerns die Verkäufe gedrückt.

"Die Nachfrage nach Notebooks und Desktops hat sich stabilisiert", zugleich gebe es im angrenzenden Markt günstiger Android-Tablets weiterhin drastische Rückgänge, sagte Escherich. Bei Firmen-PCs hab es ein Plus von sieben Prozent, werden das Geschäft mit Verbraucher um zehn Prozent zurückging.

Zugleich spiegele die Entwicklung im vergangenen Quartal auch den Aufbau der Lagerbestände im Handel vor dem Weihnachtsgeschäft wider. Vor einem Jahr seien die Händler aber zum Teil auf den Geräten sitzengeblieben, schränkte sie ein.

Die Nummer eins im deutschen Markt war nach Gartner-Rechnung im vergangenen Quartal Lenovo mit einem Marktanteil von 22,5 Prozent vor Hewlett-Packard mit 21,5 Prozent. Der chinesische Anbieter, zu dem unter anderem die Marke Medion gehört, mache inzwischen in etwa jeweils die Hälfte seines Geschäfts in Deutschland mit Firmen und Verbrauchern. Auf Platz drei der Gartner-Liste landete Acer Group vor Dell und Fujitsu.