Dortmund (SID) - Roman Weidenfeller hatte wenig Spaß am Festival der Tore. Die Kollegen kommentierten das 8:4 gegen Legia Warschau eher belustigt als besorgt, der Torwart von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hingegen war angefressen. Ihm waren aufgrund des stümperhaften Verhaltens seiner Abwehr die Bälle nur so um die Ohren geflogen.

"Als Torwart war es bescheiden", sagte Weidenfeller, der sich die Rückkehr als Nummer eins in seinem 443. Einsatz für den BVB definitiv anders vorgestellt hatte. Er nannte das Abwehrverhalten "fahrlässig, das geht nicht. Damit tun wir uns keinen Gefallen. Ich bin unzufrieden".

Der 36-Jährige hat von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bereits einen Job nach der Karriere in Aussicht gestellt bekommen. Er ist als Bindeglied zwischen Expansion und Tradition angedacht, er soll ein Stein sein, der den Verein am Borsigplatz hält, während sich der BVB nach neuen, weit entfernten Märkten streckt.

Zunächst ist er nach der Verletzung von Roman Bürki (Mittelhandbruch) noch einmal als Stammtorwart gefordert. "Das ist eine gute Chance, mich noch einmal auszuzeichnen, mich zu beweisen", sagte Weidenfeller. Am Dienstag war er - unverschuldet - nur der Mann, der die Bälle aus dem Tor holte.